Künstliche Intelligenz entwickelt sich dynamisch weiter. Während viele Kommunen erste Erfahrungen mit generativer KI sammeln, rücken KI-Agenten und agentische KI zunehmend in den Fokus. Beide Begriffe werden häufig identisch verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Ebenen.
Ein KI-Agent ist eine konkrete Anwendung, die nicht nur auf eine einzelne Anfrage reagiert, sondern ein Ziel verfolgt, Zwischenschritte plant und Informationen oder Werkzeuge einbinden kann. Agentische KI beschreibt darüber hinaus ein Prinzip: KI-Systeme unterstützen nicht mehr nur punktuell, sondern können Aufgaben strukturierter, kontextbezogener und perspektivisch auch stärker prozessnah begleiten.
Realistische Einordnung wichtig
“Für Kommunen ist dabei eine realistische Einordnung wichtig“, betont Yasmeen Babar, Leiterin Competence Center AI, Automatisierung and Data Platforms bei der regio iT. „Heute sinnvoll und umsetzbar sind vor allem KI-gestützte Assistenzfunktionen.“ Dazu gehören das Zusammenfassen und Strukturieren von Dokumenten, das Erstellen von Textentwürfen, die Unterstützung bei Recherchen, die Erschließung interner Wissensbestände oder die Vorbereitung standardisierter Arbeitsschritte. Diese Anwendungsfälle können Mitarbeitende entlasten, ohne Verantwortung oder Entscheidungskompetenz an die KI zu übertragen.
Noch Science-Fiction
“Zukunftsmusik sind hingegen vollständig autonome KI-Agenten, die komplexe Verwaltungsprozesse eigenständig bearbeiten, Entscheidungen treffen oder über mehrere Fachverfahren hinweg selbstständig handeln“, so Babar. Gerade in der öffentlichen Verwaltung müssen Datenschutz, IT-Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, rechtliche Verantwortung und organisatorische Steuerung besonders berücksichtigt werden. Der Einsatz von KI muss daher schrittweise, kontrolliert und mit klaren Leitplanken erfolgen.
KI-Plattform für aktuellen und künftigen KI-Einsatz
Die KI-Plattform der regio iT kann hierfür die notwendige Basis schaffen. Sie ermöglicht Kommunen einen sicheren und strukturierten Einstieg in die Nutzung von KI. Anwendungsfälle, Rollen, Berechtigungen, Datenquellen, Sicherheitsanforderungen und Integrationen können auf einer gemeinsamen Grundlage aufgebaut werden. Damit entsteht nicht nur ein Werkzeug für erste konkrete Mehrwerte, sondern auch eine strategische Grundlage für die Weiterentwicklung hin zu agentischen Anwendungen.
KI verantwortungsvoll in die Verwaltungsalltag bringen
“Unser Ziel ist es, Kommunen und kommunale Unternehmen heute bei realistischen KI-Anwendungen zu unterstützen und gleichzeitig die Voraussetzungen für künftige Entwicklungen zu schaffen. Die KI-Plattform der regio iT bildet einen wichtigen Baustein, um Erfahrungen aufzubauen, Standards zu entwickeln und KI verantwortungsvoll in den Verwaltungsalltag zu integrieren“, so Babar abschließend.
Interessiert? Lesen Sie auch den Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit KI und unserer Plattform im Magazin iT/Time – schon bald auf Ihrem Schreibtisch!
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